Warum wollen so viele raus aus dem MLM-System? Kritik am Network Marketing, Kritik am Vergütungsplan, Punkten, Multi-Level System:
Warum ich diesen Artikel schreibe!
Viele von euch schreiben mir inzwischen mit sehr ähnlichen Fragen und Sorgen rund um den Vertrieb von ätherischen Ölen – so häufig, dass es Zeit wurde, das Thema einmal in Ruhe und strukturiert aufzudröseln. Immer wieder tauchen Botschaften auf wie „Ich will endlich frei sein“, „Ich habe noch nie etwas verdient“, „Das System lohnt sich nicht“, „Es ist alles viel zu teuer“, „Niemand möchte sich einschreiben oder ein Monatsabo“, oder „Ich mag die Multilevel-Struktur nicht und fühle mich wie geknebelt“. Bevor es ins Detail geht, ist mir eines wichtig: Es gibt Menschen, die im MLM sehr gut verdienen – das möchte ich ausdrücklich nicht abstreiten. Mir geht es um die vielen, die im Alltag und in der Beratung einen starken inneren Widerstand spüren, sich im System nicht wohlfühlen und genau deshalb nach anderen Wegen suchen.
Gerade in diesem Zusammenhang lohnt sich ein genauer Blick auf Strukturen wie bei doTERRA, wo mit Punkten (PV) gearbeitet wird, die nichts mit Euro zu tun haben, während deine monatlichen Ausgaben darüber entscheiden, ob du überhaupt Boni erhältst:
Die ersten 60 Tage...
Basics über MLM
- Um an den wichtigsten Boni teilzunehmen (Treueprogramm, Power-of-3, Unilevel), sind in der Praxis meist 100 PV pro Monat als Treuebestellung (LRP) relevant.
- Je nach Set und Markt bedeutet das schnell ca. 120–150 € Produktumsatz pro Monat, die entweder du selbst oder dein privates Umfeld tragen müssen.
- Zusätzlich gibt es eine Jahresgebühr(Mitgliedschaft), die im deutschsprachigen Raum im Bereich um 20–25 € im ersten Jahr liegt.
Beispielrechnung: Warum so viele (fast) nichts verdienen
- Eigene LRP-Bestellung: 100 PV ≈ 130 € monatlich, um als „aktiv“ zu gelten und für Boni qualifiziert zu sein.
- Sie verkauft an Endkund*innen Produkte für 300 € im Monat; mit 25% Handelsspanne bleiben ihr daraus 75 €.
- Ihr kleines Team macht 600 PV im Monat; daraus entstehen über Unilevel-Boni z. B. 30–60 € Provision (je nach Struktur und Prozentsatz).
Saldo im Beispiel
Ausgaben/Produktabnahme: ca. 130 €
Einnahmen: 75 € (Marge) + grob 50 € (Team) = 125 €
Trotz Social Media, Beratung, Bestellorganisation und Teamchat arbeitet sie praktisch auf ±0 oder sogar im Minus, sobald noch Kleinkosten (Fahrt, Material, Steuern, Tools) dazukommen.
doTERRA Elevated 2025: Mehr Druck durch PV und PGV
PV steht für Produktvolumen (Personal Volume): Eine interne „Punkte-Währung“, die jedes Produkt hat und misst, wie viel „Wert“ eine Bestellung für Boni hat.
- Beispiel: Eine 15-ml-Flasche Lavendel hat ca. 20–30 PV. 100 PV sind grob Produkte für 120–150 €.
- Für Boni brauchst du monatlich 50–100 PV – meist über deine eigene LRP-Bestellung.
- Beispiel: 3 Leute in deiner ersten Ebene mit je 100 PV = 300 PGV, das pusht Boni wie Power-of-3-Boost.
- Haken: Für Extra-Boni brauchst du 400–800 PGV monatlich – dein Team muss permanent wachsen und mehr kaufen.
Der „Elevated 2025“-Plan hat das nicht vereinfacht, sondern komplizierter gemacht: Mehr Volumen pushen, um die gleichen Boni zu holen – der Druck steigt.
Fachbegriffe (die ich bis heute nicht gecheckt habe)
Wer das versteht, darf es gerne mir erklären
Für viele Neueinsteigerinnen ist dieses Vergütungssystem kaum zu durchschauen, weil verschiedene Boni (Fast Start, Power of Three, Unilevel, LRP-Fast-Track usw.) jeweils eigene Regeln, Schwellenwerte und Ausnahmen haben. Statt klar zu sehen „Was muss ich konkret tun, um wie viel zu verdienen?“, jongliert man mit Punkten statt Euro, mit Bedingungen wie Mindest‑PV, Teamaufbau in bestimmten Ebenen und aktivem Monatsabo – und schon kleine Fehler oder Wissenslücken können dazu führen, dass man trotz viel Einsatz kaum Geld sieht. Für mich war das einfach nix, ich wollte einfach bodenständig beraten und Druck und Zwang und nicht an irgendwelche monatlichen Kosten gebunden sein!
Warum die Produkte so teuer sind & psychischer Druck
Die offizielle Story lautet: hohe Qualität, aufwendige Beschaffung, viele Qualitätsprüfungen. Doch überlege gerne selbst, macht das denn Sinn? Kann ein ätherisches Öl reiner als rein sein? Warum sollte dies denn so sein? Alle ätherischen Öle kommen von ähnlichen Anbaugebieten und werden alle größtenteils wasserdampfdestilliert, es gibt keine „reinere Verfahren“, das ist Marketing! Doch wie gesagt, auch hier: Wenn dir die Produkte zusagen, du gut mit dem System zurecht kommst, dann ist es sicherlich super. Doch wenn du eine der vielen bist, die gefrustet sind, dass kein Geld rein kommt: Du bist nicht allein, mir schreiben so viele Frauen ihren Frust und den „Druck“, den sie von oben und unten bekommen. Das muss doch nicht sein, das Leben ist doch schon anstregend genug, dann hat man ja irgendwann keine Freude mehr daran!
Aus finanzkritischer Sicht kommt noch etwas Wichtiges dazu:
- Der Vergütungsplan sieht vor, dass auf bis zu sieben Ebenen insgesamt über 30% des Provisionswertes an Berater*innen ausgeschüttet werden können.
- Dazu kommen verschiedene Pools für hohe Ränge (Leadership-, Performance- und Diamond-Pools), die aus dem weltweiten Umsatz gespeist werden.
Kritik aus Finanzsicht: Hohe Ränge für Wenige
Allgemeine MLM-Analysen zeigen seit Jahren das gleiche Muster, das auch auf doTERRA übertragbar ist:
- Ein sehr kleiner Prozentsatz in den obersten Rängen (z. B. Diamond und darüber) erzielt Einkommen, von denen sich gut leben lässt.
- Darunter gibt es eine dünne Schicht, die „okay bis ganz gut“ verdient, aber permanent Druck hat, die Struktur zu halten.
- Die große Mehrheit bewegt sich im Bereich Taschengeld oder Verlust, weil Eigenumsatz und laufende Kosten die Einnahmen auffressen.
Strukturell kann nicht jede Beraterin in die Spitze aufsteigen, weil das System auf einer Pyramide basiert: Viele unten finanzieren die wenigen oben – sonst würde die Provisionslogik nicht funktionieren.
Warum sich das für viele nicht frei anfühlt
Viele der Frauen, die aussteigen wollen, berichten im Kern Ähnliches (zusammengefasst):
„Ich habe mehr gekauft, um qualifiziert zu bleiben, als ich tatsächlich verdient habe.“, „Ich war ständig damit beschäftigt, andere zu motivieren, mehr zu bestellen, statt einfach nur meine Beratungen zu machen.“ „Mein Einkommen hing nicht an meiner Kompetenz, sondern daran, ob andere weiter im System bleiben.“ „Ich muss dauernd einkaufen, alle meine Regale sind voll mit Produkten, da ich jeden Monat an mein Abo gebunden bin“.
- Dieses Gefühl von Abhängigkeit – von Volumen, Team, Rängen, Meetings – bei gleichzeitig oft sehr geringem Nettoverdienst ist der Grund, warum so viele sich nach einem anderen Weg sehnen und genervt und gefrustet sind!
Und was wäre die Alternative? Direktvertrieb mit Option zum Teamaufbau!
Wer gern mit ätherischen Ölen, Aromapflege und Beratung arbeitet, braucht kein MLM, um das zu tun. Ein freieres Modell könnte z. B. so aussehen:
- Du verdienst an deiner Beratung (Kurse, 1:1, Workshops, Online-Angebote) statt an der Rekrutierung eines Teams. Denn das ist ja eigentlich der Kernpunkt, warum man mit ätherischen Ölen arbeiten möchte.
- Du bist an keinen Mindestumsatz gebunden und kaufst Produkte dort, wo Preis, Qualität und Ethik für dich stimmen.
- Dein Einkommen hängt von deiner fachlichen Qualität und Sichtbarkeit ab, nicht davon, wie viele Ebenen unter dir monatlich 100 PV bestellen.
- Du hast nicht mehr die Hürde in der Beratung, dass Menschen sich erst einschreiben müssen, um Kunden zu werden oder in ein Monatsabo gedrängt werden. Sie können frei und flexibel kaufen, wann sie Lust und Geld haben. Und Freiwilligkeit ist meist auch die Initialzündung für viel mehr Kaufanreiz.
Genau zu so einem unabhängigen Weg – weg von Multi-Level-Marketing, hin zu echter, freier Aromapraxis – begleite ich Frauen, die aus MLM-Systemen aussteigen wollen. Wenn du wissen möchtest, wie das konkret für dich aussehen kann, melde dich gern bei mir – dort zeige ich Schritt für Schritt, wie du dein Wissen behältst, aber das System hinter dir lassen kannst! Es gibt Networking-Systeme, die ganz frei von Druck und Stress sind, wo du in deinem Tempo agieren kannst, die flexibel ohne Rückstufungsrisiko sind, wo der Fokus immer auf echte Kundenberatung liegt und mal ehrlich: Deswegen startet man ja eigentlich auch als Aromaberaterin im Vertrieb und Network, oder?
Kleine Erfolgsstory
Seit vier Jahren arbeite ich nun mit ätherischen Ölen – und in dieser Zeit hat sich leise, aber stetig etwas aufgebaut: ein stabiler, spürbarer Zuverdienst, der sich gut anfühlt, weil er ohne Druck und ohne ständige Rekrutierungsziele entstanden ist. Ich berate gern, nehme mir Zeit für Fragen und Empfehlungen und freue mich über viele Stammkund*innen, weil jede Bestellung zu den Menschen passt und nicht zu irgendeinem starren Vergütungsplan. Bei Feeling erlebe ich ein faires Miteinander, transparente Konditionen und die Freiheit, mein Tempo selbst zu bestimmen – so kann ich fleißig sein, ohne mich zu verbiegen, und mein Nebenverdienst wächst mit meiner Freude an der Aroma-Beratung. Network kann nämlich auch entspannt und fair sein und die Erfahrungen damit können fruchtsam und trotzdem gewinnbringend sein! Melde dich gerne bei mir, wenn du mehr wissen willst.
Vorteile des Direktvertriebs in Kurzfassung
- Einfacher Einstieg, begleitet durch Basis-Weiterbildung und deine Feeling-Beraterin (vielleicht ja ich)
- Exklusive Rabatte, faire Preise
- Direkter Verdienst auf deine Verkäufe und Einkäufe
- Teamgeist und Wissen - ohne Druck, mit Freude am Thema
- Familienbetrieb statt anonymer internationaler Riesenbetrieb: Du erreichst immer jemanden am Telefon, denn das familiäre Miteinander ist das A und O
- Arbeiten ohne Druck: alles kann nichts muss! Freiheit statt Verpflichtung
- Zusatzmöglichkeit: Teamaufbau - muss aber nicht, er bringt Differenzprovisionen
- Planungssicherheit: einmal erreichte Stufe bleibt
Nachteile, wenn du sie so empfindest
- Feeling ist kein vollautomatisierter anonymer Network-Laden, hier steht Mensch, Beratung und Produkt im Mittelpunkt
- Zu Beginn startest du auch bei Feeling mit einem finanziellem Invest in eine Art "Starterpaket", du investierst in dein Wissen, deine Expertise, deine persönliche Entwicklung du du lernst die Feeling-Produkte kennen, denn nur so kannst du authentisch beraten und echtes Wissen zu Produkten und ätherischen Ölen aufbauen.
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