Herstellung von ätherischen Ölen: Der Prozess im Überblick
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Vielstoffgemische, die aus Pflanzenmaterial gewonnen werden. Die gängigste Methode ist die Wasserdampfdestillation. Dabei wird das Pflanzenmaterial (z. B. Blüten, Blätter, Kräuter) entweder in Wasser oder auf ein Gitter über dem Wasser gelegt.
Wasserdampfdestillation – die gängigste Methode
Je nach Pflanzenart werden die Pflanzenteile entweder in einen großen Behälter mit Wasser gegeben oder auf ein Gitter über dem Wasser gelegt.
- Erhitzen: Das Wasser wird erhitzt, bis Dampf entsteht.
- Durchströmen: Der heiße Wasserdampf durchdringt das Pflanzenmaterial in einem geschlossenen Gefäß.
- Aufnahme der Ölmoleküle: Der Dampf nimmt die flüchtigen, wasserunlöslichen ätherischen Öl-Moleküle mit.
- Kondensation: Das Gemisch aus Wasserdampf und Öl gelangt in ein Kühlsystem, wo es kondensiert.
- Trennung: Beim Abkühlen trennen sich die beiden Phasen: Hydrolat (Pflanzenwasser) Destillat (ätherisches Öl)
Diese Methode eignet sich besonders für Kräuter und Gewürze wie Pfefferminze, Thymian oder Lavendel.
Wasserdestillation – eine schonende Alternative
Die Wasserdestillation ähnelt der Wasserdampfdestillation, mit dem Unterschied, dass das Pflanzenmaterial direkt im Wasser schwimmt (z. B. Stöcke, Stängel). Es wird gemeinsam aufgekocht. Diese Methode wird oft für empfindliche Blüten oder spezielle Pflanzenteile eingesetzt, etwa bei Rose, Neroli oder Ylang-Ylang, um einen besonders feinen Duft und hohen Ertrag zu erzielen.
Weitere Gewinnungsverfahren für ätherische Öle
1. Expression (mechanische Kaltpressung)
Vor allem bei Zitrusfrüchten wie Bergamotte, Orange, Grapefruit oder Zitrone wird das Öl durch Kaltpressung gewonnen. Die Schalen werden gewaschen, mechanisch aufgebrochen und ausgepresst. Wichtig ist hier Bio- oder Demeter-Qualität, um Pestizidrückstände zu vermeiden.
2. Extraktion mit Lösungsmitteln
Empfindliche Pflanzen wie Vanille oder Jasmin werden in Lösungsmitteln wie Hexan verarbeitet. Nach der Extraktion entsteht Concrete, das durch Alkohol gereinigt wird. Übrig bleibt das hochwertige Absolue, z. B. von Jasmin, Benzoe, Magnolie oder Tonka.
3. CO₂-Extraktion deine Überschrift ein
Bei temperaturempfindlichen Pflanzen (z. B. Johanniskraut, Tonka, Kaffee) wird superkritisches Kohlendioxid genutzt. Unter hohem Druck löst CO₂ die wertvollen Inhaltsstoffe besonders schonend. Die so gewonnenen Öle sind besonders naturgetreu und aromatisch.
Ätherische Öle – das Immunsystem der Pflanze
- unterstützen das Immunsystem
- Anlocken von Bestäubern
- Schutz vor UV-Strahlung und Umwelteinflüssen
- Kommunikation mit anderen Pflanzen
Die Wirkung auf den Menschen
Auch wir können von diesen wertvollen Pflanzenessenzen profitieren. Ätherische Öle:
- unterstützen das Immunsystem
- helfen bei Stress, Schlafproblemen oder Konzentrationsschwierigkeiten
- fördern die Wundheilung und können Schmerzen lindern
- wirken entspannend oder belebend
- verbessern das Raumklima und das allgemeine Wohlbefinden
Qualitätsmerkmale für 100 % naturreine Öle
Achte beim Kauf auf:
- Angabe „100 % naturreines ätherisches Öl“
- Bio- oder Demeter-Siegel
- botanischer Name, Chemotyp, verwendeter Pflanzenteil
- Herkunftsland, Erntemethode und Gewinnungsverfahren
- Chargennummer und Haltbarkeitsdatum
Vorsicht vor synthetischen Duftölen, die zwar ähnlich riechen, aber keine therapeutische Wirkung haben und im schlimmsten Fall gesundheitsschädlich sein können.
Fazit
Die Herstellung 100 % naturreiner ätherischer Öle ist ein aufwendiger, aber lohnender Prozess, bei dem große Mengen Pflanzenmaterial verarbeitet werden müssen, um nur wenige Milliliter Öl zu gewinnen. Die Wahl der Gewinnungsmethode hängt von der Pflanzenart und den gewünschten Eigenschaften ab. Wer Wert auf Qualität legt, achtet auf Bio-Zertifizierung, transparente Herkunftsangaben und schonende Verarbeitung. So erhält man ein Produkt, das nicht nur angenehm duftet, sondern auch Körper und Geist nachhaltig unterstützen kann.
*Ich bin Vertriebspartnerin von Feeling. Wenn du über diese Links
Produkte bestellst, bekomme ich eine kleine Provision. Diese Provision
ermöglicht es mir mein kostenloses Informationsangebot, wie Newsletter,
Blog und Social Media Accounts zu betreiben. Für dich ändert sich der
Preis natürlich nicht.
