Erkältungszeit, Husten, Schnupfen, Fieber und die effektive und milde Begleitung, Hilfe mit ätherischen Ölen und nativen Pflanzenölen für Kinder

In der Erkältungszeit werden Husten, Schnupfen und Fieber zu ständigen Begleitern, insbesondere bei Kindern. Doch effektive und gleichzeitig sanfte Hilfe ist möglich, indem man auf die Kraft ätherischer Öle und nativer Pflanzenöle setzt. Diese natürlichen Begleiter können nicht nur die Symptome mildern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden der Kinder während der Erkältungszeit unterstützen. Hier für euch einige Rezepte und Tipps aus meinem Fundus:

Die Erkältung startet bei meinem Sohn immer mit ständig laufender Nase und extremen Schnupfen. Mein Sohn hat dadurch nachts Probleme durch die Nase zu atmen. Durch das angelernte Wissen konnte ich viel einfacher „Hilfe zur Selbsthilfe“ praktizieren und immer schnell und flexibel auf die Symptome reagieren. Früher hatte ich dafür spezielle Salben der Bahnhofsapotheke Kempten bezogen, die auch super wirkten. Nun konnte ich selbst einen Nasenbalsam für meinen Sohn mischen und war auf keine gekaufte Salbe angewiesen. Ich folgte dem Rezept aus dem tollen Buch „Aromatherapie für Kinder“ von Eliane Zimmermann, Sabrina Herber:

Nasenbalsam

Die Sheabutter wird sanft in einem Wasserbad erwärmt, bis sie geschmolzen ist. Danach ätherische Öle dazufügen und umrühren. Dann in einen sauberen Glastiegel füllen und erkalten lassen. Ich habe den Nasenbalsam rund um die Nase aufgetragen, vor allem auch zum Abend hin, kurz vor dem Schlafen gehen. 

Cajeput ist ein ätherisches Öl, welches gut bei Kindern eingesetzt werden kann und sehr gut verträglich ist. Eliane Zimmermann nennt es den „Pfeifenputzer für die Ohren“, Gudrun Nebel gibt dem Öl die Affirmation „Ich atme einfach“. Es riecht krautig-mild nach Eukalyptus, kühl, erfrischend, frisch. Es wirkt u.a. bei Kindern und Erwachsenen desinfizierend, antibakteriell, antiviral und schleimlösend. Daher konnte ich es gut im Schnupfenbalsam einsetzen. Ho-Blätter sind ebenso gut für (Klein-) Kinder geeignet, da sie sehr mild und verträglich sind. Eliane Zimmermann nennt das ätherische Öl „Der kleine Doktor“ – Ho-Blätter-Öl stammt vom Kampferbaum mit dem Chemotyp Linalool, der sehr kinderfreundlich ist. Der Duft ist zart, frisch und leicht rosig. Bei Kindern wirkt das ätherische Öl u.a. antibakteriell, antiviral, dadurch passt es ebenso gut zu meinem Nasenbalsam. Beide ätherischen Öle können bei Kindern gut verdünnt eingesetzt werden. Menthol-, Campher-, Keton-haltige Öle sollten bei Kindern bis 6 Jahre eher mit Vorsicht eingesetzt werden, ebenso bei hohem Gehalt von 1,8 Cineol – wegen der Gefahr der Schnappatmung. Mein Sohn mag sowohl den Geruch von Cajeput, als auch den Duft der Ho-Blätter. Er freute sich auch immer, wenn ich ihm den Balsam rund um die Nase auftrug. Das Ergebnis war (oder ist, da der Balsam immer noch im Gebrauch ist) positiv: Mein Sohn konnte nachts besser atmen. Parallel zum Inhaliergerät Pariboy war es das effektivste, was wir bei Schnupfen im Einsatz hatten. Ein angenehmer Nebeneffekt: Cajeput unterstützt auch bei Wachstums- und Muskelschmerzen, da es schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt, so dass Cajeput weiterhin auch in Wachstumsphasen meines Sohnes (verdünnt in Rotöl) bei uns im Gebrauch ist.

Diffuser-Mischung bei Erkältungen der Kinder

Cajeput begleitete uns auch weiter in den Erkältungsphasen, indem wir den Duft auch im Diffuser einsetzten.
Eine Diffuser-Mischung, die bei uns gut funktionierte:

Lavendel fein wirkt unter anderem antibakteriell, antiviral, fiebersenkend, entkrampfend, entspannend und beruhigend. Mein Sohn liebt den Geruch von Lavendel total, auch in der Kombination mit Zitrone und Cajeput. Zitrone ist ein Gute-Laune-Wachmacher-Duft für meinen Sohn. Zitrone wirkt unter anderem (bei Erkältungen) antiseptisch, entzündungshemmend, fiebersenkend, reinigt die Luft, vernichtet Bakterien und hemmt Viren. In dieser Kombination lief die Erkältungsmischung im Diffuser, wenn mein Sohn Schwierigkeiten hatte gut durchzuatmen. Vor allem tagsüber hatten wir damit sehr gute Erfolge, er konnte besser nasal atmen und der Schnupfen war nicht mehr so langwierig und hartnäckig.

Brustöl gegen Reizhusten

Als weitere effektive Hilfe kamen bei uns zwei Brustöle bei Husten zum Einsatz. Die Einreibung mit dem Brustöl gegen Reizhusten – nach dem Rezept von Eliane Zimmermann, Sabrina Herber:


Alle ätherischen Öle in das Johanniskrautöl (in einem Fläschchen) geben und hin und her schwenken. Und dann: Dreimal täglich Brust und Rücken damit einreiben.

Mein Sohn leidet immer sehr unter hartnäckigem Reizhusten, der uns alle nächtelang nicht schlafen lässt (und ihn auch nicht). Die Mischung der ätherischen Öle und das Johanniskrautöl haben bei uns einen Unterschied gemacht, für den wir sehr dankbar sind. Die extremen Reizhustenepisoden wurden deutlich verkürzt. Die ätherischen Öle wirken entkrampfend und entzündungshemmend und beruhigend und verschafften meinem Sohn viel schneller Linderung als normalerweise. Cajeput und Lavendel fein kamen wie oben beschrieben auch hier wieder zum Einsatz. Zeder wird von Eliane Zimmermann als „Stark-wie-ein-Baum-Öl“ bezeichnet. Der Duft ist warm, würzig, holzig-herb. Gundrun Nebel nennt folgende Affirmation für Zeder: „Ich stehe mit beiden Beinen auf dem Boden“. Es ist ein erdendes, harmonisierendes Öl. Es hilft meinem Sohn, seitdem ich es in unseren Familienalltag etabliert habe, nicht nur bei Hustenreiz, sondern auch in schwierigen Situationen im Kindergarten, da es wärmend, Mut-spendend und tröstend wirkt. Es wirkt antiseptisch, antibakteriell, entspannend und löst den Schleim. Mandarine ist das Lieblingsöl meines Sohnes (mit Lavendel), umso schöner, dass Mandarine auch Teil des Husten-Brustöls ist. Der süßlich-liebliche Duft der Mandarine entspannt meinen Sohn immer, es zaubert ihm immer ein Lächeln ins Gesicht. Außerdem wirkt Mandarine antiseptisch, beruhigend, schmerzlindernd und krampflösend. Es stärkt die Abwehr, auch nach Krankheiten. Zudem hilft es auch bei Wachstumsschmerzen, so dass es auch Teil unserer Wachstumsschmerzen- Mischung für meinen Sohn ist. Johanniskrautöl ist ein Mazerat, zusätzlich ist es als Trägeröl besonders effektiv, um den hartnäckigen Reizhusten abzumildern. Es wirkt wärmend, schmerzlindernd, wundheilend, wohltuend und auch entkrampfend. Wir nutzen das Rotöl auch weiterhin erfolgreich bei Wachstumsschmerzen meines Sohnes und reiben bei Wachstumsphasen seine schmerzenden Beine damit ein (mit Mandarine und Cajeput). Dadurch erfährt er Linderung und kann besser nach einer Beinmassage schlafen. Nach der Einreibung mit dem Schüttel-Schwenk-Brustöl war der Hustenreiz vor allem nachts nicht ganz so ausgeprägt bzw. die Reizhusten-Zeit wurde verkürzt. Damit kam die Familie auch nachts besser zum Schlafen.

Nach dem Reizhusten folgt der produktive Husten, der aber auch in diesem Winter bei meinem Sohn oft sehr hartnäckig,zäh und langwierig war. Hierzu habe ich auch ein Rezept (von Eliane Zimmermann, Sabrina Herber), welches wir immer noch verwenden, wenn mein Sohn krank ist:

Brustöl bei produktivem Husten

Alle ätherischen Öle in das Johanniskrautöl geben und schwenken. Dreimal am Tag auf Brust und Rücken einreiben.

Über Johanniskrautöl, Lavendel fein und Cajeput hatte ich bereits einiges geschrieben. Im schleimlösenden Brustöl kommen hier aber noch drei weitere ätherische Öle zum Einsatz, die ich besonders schätzen und lieben gelernt habe. Benzoe Siam riecht sinnlich-süß, vanillig. Es riecht wunderbar erdend, umhüllend, warm und balsamisch. Es wirkt unter anderem krampflösend, antiseptisch, adstringierend, hemmt Entzündungen, wärmend und mild schleimlösend. Daher ist es eine gute Komponente des Brustöls. Der Waldduft Fichtennadel riecht waldig, frisch und würzig. Es wirkt entspannend, kräftigend und energetisierend auf den Geist. Auf der körperlichen Ebene ist es ein multifunktioneller Helfer, denn es wirkt unter anderem antibakteriell, adstringierend, entzündungshemmend, antiseptisch, desinfizierend, reinigend, löst Krämpfe, löst mild den Schleim und stärkt das Immunsystem. Thymian CT linalool ist das „Kinderthymian“ und duftet mild zitronig und würzig. Es hilft bei der körpereigenen Abwehr, es wirkt antiviral, antibakteriell, entkrampfend, beruhigend und schmerzlindernd. Es ist daher auch eine super Zutat für das schleimlösende Hustenöl. Zusammenfassend half das schleimlösende Brustöl von Eliane Zimmermann, Sabrina Herber dabei, dass die Hustenphase mit zähem Schleim kürzer wurde. Parallel zum Pariboy und viel Wasser trinken war das Rezept super, um die Gesundung meines Sohnes schneller voranzutreiben.

Was sich bis heute bewährt hat: Die Immunsystem-stimulierende Fußmassage mit naturreinen ätherischen Ölen. Mein Sohn liebt Fußmassagen, schon seit er ein Baby ist. Um das Immunsystem zu stärken, nutzen wir folgendes Rezept der Bachblüten-Akademie.

Fussmassageöl Immunsystem

Die ätherischen Öle ins Johanniskrautöl mischen. Dann die Füße täglich mit dem Öl eincremen und massieren.

Sowohl über Johanniskrautöl, Lavendel fein, Atlaszeder, Ho-Blätter hatte ich bereits einiges geschrieben. Eine weitere Zutat dieses Fußmassageöls ist die Angelikawurzel. Es duftet krautig-herb. Angelikawurzel wirkt aufbauend, stärkend auf die Psyche. Körperlich wirkt es immunstabilisierend und prophylaktisch stärkend gegen Viruserkrankungen. Angelikawurzel wirkt außerdem entkrampfend, schleimlösend und beruhigend. Die ätherischen Öle von Engelwurz besitzen wärmende, antiseptische, entspannende, abschwellende und auswurffördernde Eigenschaften. Wir verwenden diese Mischung nun seit zwei Monaten täglich abends bei meinem Sohn als Fußmassage. Bis dato gab es noch keine neue Viruserkrankung! Toitoitoi…

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