Hydrolate
Bei der Wasserdampfdestillation entstehen am Ende zwei Produkte: das kostbare 100% naturreine ätherische Öl und das Pflanzenwasser, das sogenannte Hydrolat, als Nebenprodukt. Das Hydrolat hat die wasserlöslichen Bestandteile des Pflanzenmaterials in sich. Im ätherischen Öl finden sich die fettlöslichen, leicht flüchtigen Inhaltsstoffe. Hydrolate galten früher als Abfallprodukt bei der Detillation. Heute weiß man, dass sie genauso wirksam sind, aber viel sanfter und einfacher eingesetzt werden können.
Man unterscheidet beruhigende Hydrolate wie Rose, Hamamelis, Kamille, Sandelholz und aktivierende Hydrolate wie Rosmarin & Pfefferminz. Hamamelis und Holunderblüte haben kein eigenes ätherisches Öl, hier wird nur das Hydrolat gewonnen.
Vorteile und Lagerung
Ich nutze die Hydrolate tagtäglich, denn sie sind sehr sanft und haben dennoch einen tollen praktikablen Alltagswert für uns als Familie. Ein großer Vorteil für Einsteiger*innen: Man kann diese nicht überdosieren! Rosenhydrolat lege ich meinem Sohn mit einem Wattepad auf die Augen, wenn er dank der trockenen Heizungsluft wieder juckende Augen hat, ich nutze es für Halsschmerzen oder für die Intimpflege. Wir nutzen das Rosmarinhydrolat bei einem Mittagstief: Einfach einen Sprüher ins Gesicht und tief einatmen, ich werde innerhalb von Sekunden wieder wacher. Das Rosmarinhydrolat eignet sich auch super für die Haare und als prophylaktische Läuse-Abwehr für meinen Sohn im Kindergarten. Seit ich Rosmarinhydrolat täglich nutze habe ich keinen Haarausfall mehr. Immortellenhydrolat nutze ich für meine Gesichtscremes und Gesichtswasser. Salbeihydrolat verwende ich unter den Achseln bevor ich das Deo auftrage.
Anwendungsgebiete der Hydrolate
Hydrolate und ihre Einsatzgebiete
Hamamelishydrolat ohne Zusätze gibt es hier
Salbeihydrolat ohne Alkohol und Zusätze gibt es hier
Gutes Kamillenhydrolat kannst du hier erwerben
Cistrosenhydrolat gibt es hier
Zirbenhydrolat kannst du hier erwerben
Birkenhydrolat gibt es hier
Pfefferminzhydrolat gibt es hier
Immortellenhydrolat gibt es hier
Rosenhydrolat kannst du hier kaufen
Hier gibt es Lavendelhydrolat
Fette native Pflanzenöle
Ein natives Pflanzenöl ist ein naturbelassenes, kaltgepresstes Öl bester Qualität. Nativ ist eine andere Bezeichnung für kaltgepresst. Ein kaltgepresstes Öl wird ohne Hitzezufuhr von außen gepresst, enthält alle Inhaltsstoffe und hat einen charakteristischen Duft & Geschmack, ohne chemische Nachbehandlung. Kaltgepresste, fette native Pflanzenöle sind unsere Emulgatoren, wenn wir ätherische Öle verdünnen, denn ätherische Öle sind nicht im Wasser löslich. Wir können diese so wertvollen Pflanzenöle auch für unser Immunsystem, Ernährung, als Nahrungsergänzung oder für die Körperpflege (vor allem von Babys) nutzen, denn: Die nativen Pflanzenöle haben lebensnotwendige Inhaltsstoffe, sie haben wertvolle Schutzstoffe und sorgen für eine funktionstüchtige und abwehrstarke Haut. Mehr dazu auch hier. Zu den bekanntesten Pflanzenölen zählen:
und viele mehr…
Ich nutze die fetten Pflanzenöle als kurmäßige Einnahme. Nachdem wir als Familie alle mehrfach diesen Winter krank waren, nehme ich momentan täglich einen Esslöffel Schwarzkümmelöl ein, um mein Immunsystem zu stärken. Mehr zu den nativen Pflanzenölen in der Erkältungszeit hier, ebenso als Prävention vor der Heuschnupfen-Saison. Weitere Empfehlungen zur innerlichen Einnahme als unterstützende Kur aus unserem Alltag sind:
- Leinsamenöl: bei ADHS, Allergien, Ängsten, Asthma, Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Nervosität, Hauterkrankungen, Stress
- Himbeersamenöl: bei Akne, fetter Haut, Nervosität, Immunsystem stärken, Stress, Talgregulation
- Pumperl-Gesund Öl: Tolle Kombination aus Moringaöl (natürliches Antioxidans und hat positive Eigenschaften auf Cholesterin und Blutfettwerte), Macadamia-Nussöl fein, Hanfsamenöl, Arganöl von feeling
- Geheimtipp, denn es machte bei uns einen Unterschied nach dem harten Winter mit vielen Erkrankungen: Omega 3 Öl: Tolle Kombination aus Hanfsamenöl, Leinsamenöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzensamenöl und Sanddornfruchtfleischöl von feeling
- Geheimtipp: Es hat meine Laune extrem verbessert, ich bin viel ruhiger geworden: Hanfsamenöl: bei ADHS, Allergien, Ängsten, PMS, Nervosität, Immunsystem stärken, Stress, Wechseljahre, Kinderwunsch
- Schwarzkümmelöl: bei Allergien, Asthma, Bronchitis, Diabetes, Entzündungen, Hauterkrankungen, Stress, Pilze, erhöhtes Cholesterin
- Nachtkerzensamenöl: bei ADHS, Allergien, Hormonschwankungen, PMS, Neurodermitis, Stress, Wechseljahre
- Granatapfelsamenöl: bei Ängste, Unruhe, Schlafstörungen, Kinderwunsch, Stress
- Sanddornfruchtfleischöl: bei Vorbereitung auf den Sommer (Geheimtipp bei sonnen-empfindlichen Menschen wie meinem Freund: weniger Sonnenallergie, Sonnenbrand-Prävention), Strahlenschutzöl, fördert, Wundheilung, bei Akne, Ekzemen
- Arganöl: bei Akne, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Neurodermitits
Die nativen fetten Pflanzenöle haben alle unterschiedliche Wirkungsspektren. Für mein Anti-Aging Gesichtsöl nutze ich beispielsweise Traubenkernöl, Wildrosenöl, Jojobaöl, Sanddornfruchtfleischöl. Das Rezept zum Anti-Aging Gesichtsöl findest du im DIY/ Rezepte Blog und in meinem Newsletter.
Mazerate
Die Mazeration ist ein Kaltauszug von frischen oder getrockneten Pflanzen in (meist) Olivenöl, also ein Pflanzenauszug im fetten Öl. Im Sonnenlicht reifen die Mazerate. Nach dem Abseihen der Pflanzenteile können sie verwendet werden. Sie haben meist eine geringe Haltbarkeit. Dazu gehören beispielsweise: